Ich fragte sie, ob sie die "energetische Ordnung" kenne und schlug ihr eine Aufstellung vor. Wir hatten das Problem von vielen Seiten besprochen. Jetzt wollte ich mit ihr der energetischen Wahrheit nachspüren. So nenne ich das, was sich Erleben zeigt und mit Worten allein manchmal schwer zu greifen ist.
Wenn wir erzählen, bewegen wir uns oft innerhalb unserer vertrauten Geschichte. Wir erklären, begründen und versuchen zu verstehen. In einer Aufstellung bekommt diese Geschichte einen Platz im Raum. Wir können sie von aussen betrachten und wahrnehmen, was Nähe, Abstand oder eine Blickrichtung in uns auslösen. Dadurch können Gefühle und Zusammenhänge zugänglich werden, die beim Reden bisher im Hintergrund geblieben sind. Als die Teamleiterin die Plätze für sich und ihr Team betrachtete, wurde sie still. Dann erzählte sie von ihrem Vorgänger. Über zwanzig Jahre hatte er die Abteilung geführt und vieles aufgebaut. Sein Abschied war plötzlich gekommen, ohne wirklichen Abschluss. Wir nahmen ihn in die Aufstellung dazu. Ihr kamen die Tränen. «Ich versuche die ganze Zeit, mich zu beweisen. Als müsste ich alles anders machen, damit ich hier meinen Platz bekomme.» Bis dahin hatte sie vor allem über den Widerstand ihres Teams gesprochen. Jetzt spürte sie ihren eigenen Druck: Sie verglich sich ständig mit ihrem Vorgänger. Seine Leistung anzuerkennen fiel ihr schwer, weil sie sich daneben klein und unerfahren fühlte. Ich lud sie ein, ihn anzuschauen und zu würdigen, was durch ihn entstanden war. Nach einer Weile fand sie ihre eigenen Worte: «Du hast hier viel aufgebaut. Dafür danke ich dir. Ich übernehme etwas, das vor mir schon da war, und werde es auf meine Weise weiterführen.» Dann atmete sie tief aus und sagte, ihre Schultern fühlten sich leichter an. «Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass ich dort meinen eigenen Platz finden kann.» Als sie später zu einem neuen Termin wieder kam, wirkte sie ruhiger. Im Team war eine erste Veränderung vereinbart worden, und die Aufgaben waren klar verteilt. Es gab weiterhin Kritik und unterschiedliche Meinungen, aber sie fühlte sich davon nicht mehr sofort als Leiterin infrage gestellt. Die Würdigung des alten Chefs war wichtig. Sie hatte ausgesprochen und körperlich gespürt, dass seine Leistung und ihr eigener Platz nebeneinander bestehen durften. Darauf konnte sie im Alltag zurückkommen, wenn der alte Druck wieder auftauchte. Dieses Anerkennen dessen, was vor uns da war und geleistet wurde, ist ein wichtiger Bestandteil der Aufstellungsarbeit. Das Foto ist KI-generiert. Ich fotografiere NIE meine Klientinnen und Klienten! Diskretion ist in meiner Praxis oberstes Gebot. Wenn du lernen möchtest, solche Prozesse achtsam zu begleiten, freue ich mich, dir meine Ausbildung in systemischen Aufstellungen vorzustellen.
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AutorHey, schön, dass du hier bist! Ich bin Daniela Müller, seit 2012 arbeite ich als Medium, Hypnosetherapeutin und Coach. Dieser Blog ist mein kunterbuntes Zuhause für alles, was mich bewegt: von Spiritualität und persönlicher Entwicklung bis hin zu den kleinen Wundern des Alltags. Archiv
Oktober 2026
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